Tumorerkrankungen

Grundsätzlich wird zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren unterschieden.
Gutartige Tumore kommen beim Hund häufig vor, z. B. als Lipome oder Epitheliome der Haut vor. Sie bleiben weitgehend lokal begrenzt und bilden keine Metastasen. Bösartige Tumore, auch bekannt als Krebs, wachsen schnell, dringen in gesundes Gewebe ein und bilden Metastasen im Körper. Bei älteren Hunden sind bösartige Tumorerkrankungen die häufigste Todesursache.

Hunde und Katzen verlieren bei Krebserkrankungen häufig Gewicht und haben einen nachlassenden Körperzustand, der zu einem Rückgang des Wohlbefindens führt.
Es besteht beim Patientenbesitzer ein großes Gefühl des Kontrollverlustes gegenüber der Erkrankung seines Tieres.

Mit einer individuell abgestimmten therapeutischen Fütterung kann kein Tumor entfernt werden, jedoch ist es in vielen Fällen möglich, für eine gewisse Zeit eine Stabilität des Wohlbefindens zu erreichen. Ziel der therapeutischen Fütterung bei Tumorerkrankungen ist die Energie- und Nährstoffzufuhr beim Tier zu sichern. Da Tumorzellen zum Wachstum und zur Vermehrung viel Zucker benötigen, wird dem Körper Energie entzogen. Durch diesen Prozess kommt es zur Abmagerung des Patienten trotz Futteraufnahme. Weiterhin kommt es durch den Tumor zu Funktionseinschränkungen der Organe und dadurch zu Stoffwechselproblemen. Die angebotenen Nährstoffe im Futter können nur ungenügend verarbeitet werden. Häufig kommen noch die Nebenwirkungen von Strahlentherapie, Chemotherapeutika oder Kortisonbehandlungen dazu, die das Allgemeinbefinden schwächen.

Die Ziele einer Diätetik bei Tumorerkrankungen sind somit eine Steigerung der Lebensqualität, sowweit wie möglich, in Kombination mit der Therapie und zusätzlichen Medikamenten. Es gilt durch die angepasste Kost der Abmagerung und dem Muskelschwund entgegenzuwirken.

Eine gute Kalorienquelle sind Fette, da Fette von den Tumorzellen nur schwer verstoffwechselt werden können. Wenn die Art der Erkrankung es zuläßt, können bis zu 65 % der Gesamtkalorien über Fett abgedeckt werden.

Zum Muskelaufbau wird viel hochwertiges Eiweiß in der Diät benötigt.
Auch zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen und zur Stabilisierung des Immunsystems ist eine erhöhte Zufuhr von Eiweißen bei Tumorpatienten notwendig. Außerdem verbessert viel Eiweiß die Schmackhaftigkeit des Futters, denn Krebspatienten leiden häufig unter Appetitverlust. Wichtig ist, leicht verdauliche, bindegewebsarme Eiweißquellen zu füttern (z. B. Fisch, Ei, Milchprodukte, Muskelfleisch). Der Eiweißgehalt der Ration sollte über dem normalen Erhaltungsbedarf liegen.

Kohlenhydrate sollten, wenn möglich, in reduzierter Menge gefüttert werden. Komplexe Kohlenhydrate in der Diät (z. B. Kartoffeln, Haferflocken, Vollkornreis) sind den einfachen Kohlenhydraten (z. B. Nudeln, weißer Reis) vorzuziehen, da sie für eine länger anhaltende Energiezufuhr sorgen. Essentielle Fettsäuren, wie Omega-3-Fettsäuren, fördern die Immunfunktion und sollen laut Studien das Tumorwachstum hemmen. Als Omega-3-Fettsäuren Quellen kommen Fischöl, Algen- oder Krillöl in Betracht. Sie können in erhöhter Menge gegeben werden. Sogenannte Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E sind empfehlenswert, da sie freie Radikale abfangen und vor weiteren Gewebeschäden bewahren sollen. Die erhöhte Antioxidantienzufuhr darf nicht während einer Bestrahlungs- oder Chemotherapie erfolgen, um die Wirkung dieser Therapie nicht zu behindern.

Das Menü sollte eher als Kochmenü zubereitet werden, um die Verdaulichkeit der Nahrungsbestandteile für das Tier zu erhöhen. Es sollte leicht angewärmt werden, um die Schmackhaftigkeit zu erhöhen. Der benötigte Energiegehalt der Ration hängt vom Ernährungszustand des Tieres ab. Die Energie in der Futterration kann bis zu 200 % betragen.

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Tumorerkrankungen.

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Erreichbarkeit

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